Was eine Online-Spielothek in Österreich den Spieler kostet
Eine Spielothek im Internet ist in Österreich keine Selbstverständlichkeit. Wer hier nach „bester Online-Spielothek“ sucht, landet früher oder später bei einer Liste internationaler Marken, die mit Bonus, App und schneller Auszahlung werben. Was die meisten dieser Listen nicht aussprechen: In Österreich hält nur ein einziger Anbieter eine Konzession für Online-Glücksspiel, und die Liste der „besten“ verändert sich, sobald man die Rechtslage danebenlegt. Wer auf einer anderen Seite spielt, kann sein Geld zurückfordern – und das haben österreichische Gerichte in den letzten Jahren mehrfach bestätigt.

Stand: 30 September 2026 – abgeglichen mit den Veröffentlichungen des Bundesministeriums für Finanzen und der österreichischen Gerichtsbarkeit.
Inhaltsverzeichnis
- Rechtslage in Österreich: warum die Auswahl auf einen Anbieter schrumpft
- Spielerschutz und Selbstsperre: was die konzessionierte Seite leistet
- Krypto und Anonymität: warum beides in Österreich ausscheidet
- Zahlungen und Auszahlungsgeschwindigkeit: was bei Win2day anders läuft
- Boni und Freispiele: was die Werbung verschweigt
- Mobile Spielothek: App oder Browser
- Spielauswahl und Anbieter: was eine Online-Spielothek in Österreich führt
- Die besten Online-Spielotheken im Vergleich: was Österreichern bleibt
- Die konzessionierte Seite: Win2day im Detail
- Die nicht konzessionierten Marken im Überblick
- Was Spieler mit Verlusten bei nicht konzessionierten Anbietern tun können
- Kostenrechnung: was Win2day-Limits für den Spieler bedeuten
- Überblick: was eine Online-Spielothek in Österreich ist
- Häufig gestellte Fragen
Rechtslage in Österreich: warum die Auswahl auf einen Anbieter schrumpft
Konzession und Monopol nach dem GSpG
Das Glücksspielgesetz (GSpG) regelt in Österreich, wer Glücksspiele veranstalten darf. Für Online-Glücksspiel ist die zuständige Stelle das Bundesministerium für Finanzen (BMF). Nach § 12a GSpG sind Online-Casinospiele sogenannte elektronische Lotterien, die ausschließlich über eine staatliche Konzession vergeben werden. Diese Konzession hält die Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. mit Sitz am Rennweg 44 in Wien, und sie betreibt darüber das Portal Win2day. Die Konzession läuft bis zum 30. September 2027. Solange sie läuft, ist Win2day die einzige in Österreich konzessionierte Online-Spielothek.

Jede andere Marke, die in Österreich Online-Casinospiele anbietet – gleich ob sie eine MGA-Lizenz aus Malta, eine britische Lizenz der Gambling Commission oder eine Gibraltar-Lizenz hat –, ist hier für Online-Casinospiele nicht zugelassen. Die Lizenz im Heimatland ändert daran nichts; entscheidend ist, ob das GSpG eine Bewilligung erteilt hat.
Geplante Novelle und was sich ab 2027 ändern könnte
Am 4. August 2026 wurde der Gesetzesentwurf zur Novelle des Glücksspielgesetzes der Europäischen Kommission zur Notifizierung übermittelt. Nach der Notifizierung gilt eine dreimonatige Stillhaltefrist, in der keine parlamentarische Beschlussfassung erfolgen kann. Der Entwurf sieht vor, dass ab dem 1. Oktober 2027 fünf Jahre laufende Online-Lizenzen an mehrere Anbieter vergeben werden können und eine eigene Aufsichtsbehörde die Einhaltung überwacht. Solange der Entwurf nicht beschlossen ist, bleibt das Monopol für Win2day bestehen. Wer sich heute für eine Plattform entscheidet, plant möglicherweise in eine Rechtslage hinein, die sich in knapp einem Jahr ändern könnte.
Was eine ausländische Lizenz in Österreich wert ist
Mehrere der Marken, die auf dem österreichischen Markt sichtbar sind, halten in ihrem Heimatland reguläre Lizenzen. LeoVegas Gaming PLC ist nach den Registern der britischen Gambling Commission unter der Kontonummer 39198 für Casino, Bingo und General Betting Standard lizenziert, mit Sitz in Sliema, Malta. Betway Limited ist unter der Kontonummer 39372 ebenfalls für Casino und General Betting Standard zugelassen. Hillside (Gibraltar) Ltd betreibt bet365 mit den Remote-Lizenzen RGL Nr. 76, 78, 129 und 130, ausgestellt vom Gibraltar Gambling Commissioner. EU Lotto Ltd betreibt Lottoland und damit auch Lottohelden und Sorte Online mit den Lizenzen RGL Nr. 066 und 085.
Diese Lizenzen sind in Großbritannien oder Gibraltar gültig, nicht in Österreich. Wer von Wien, Graz oder Salzburg aus auf einer dieser Seiten spielt, schließt den Vertrag nicht im Schutzbereich einer österreichischen Konzession ab. Das hat Konsequenzen, die das nächste Kapitel zeigt.
OGH-Rechtsprechung: Rückforderung von Verlusten
Der Oberste Gerichtshof hat in zwei wegweisenden Entscheidungen aus dem Juni 2021 klargestellt, dass Spielverträge mit nicht konzessionierten Online-Anbietern nichtig sind. In der Entscheidung 1 Ob 229/20p vom 22. Juni 2021 sprach der OGH einem Kläger rund eine Million Euro zurück, die dieser bei einem ausländischen Anbieter verloren hatte. In einem weiteren Urteil vom 25. Juni 2021 erhielt eine Frau aus dem Burgenland etwa 73.000 Euro von ElectraWorks zurück, der Betreiberin der Marke bwin mit Sitz in Gibraltar. In beiden Fällen war der Vertrag nicht wegen einzelner Klauseln unwirksam, sondern als Ganzes nichtig, weil dem Anbieter die österreichische Konzession fehlte.
Der Europäische Gerichtshof hat diese Linie mit der Entscheidung in der Rechtssache C-77/24 (Wunner) vom 15. Januar 2026 bestätigt: Für die Frage, ob ein Glücksspielvertrag wirksam ist, gilt das Recht des Landes, in dem der Spieler seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Was die Nichtigkeit praktisch bedeutet
Ein nichtiger Vertrag wirkt in beide Richtungen. Grundsätzlich kann der Anbieter bereits ausgezahlte Gewinne zurückfordern, wenn er von der Nichtigkeit erfährt, und der Spieler kann seine Einlagen zurückfordern. In der Praxis klagen Spieler; Anbieter, die in Österreich nicht konzessioniert sind und ihre Gewinne in vielen Fällen gar nicht auszahlen, tun das selten. Wer auf einer konzessionierten Seite spielt, hat dieses Risiko nicht, weil der Vertrag von Anfang an wirksam zustande kommt.
Die Aufsicht verfolgt die Anbieter, nicht die Spieler: Bußgelder nach § 52 GSpG und strafrechtliche Schritte nach § 168 StGB treffen die Betreiber. Wer als Spieler auf einer nicht zugelassenen Seite aktiv war, muss keine Strafverfolgung fürchten, kann aber auch nicht auf den österreichischen Spielerschutz zurückgreifen.
Welche Fälle die Gerichte bereits entschieden haben
Neben den beiden 2021 entschiedenen Fällen gibt es weitere Entscheidungen, die das Muster bestätigen. Mr Green wurde Ende 2021 in Österreich zur Rückzahlung von Verlusten an einen dort wohnhaften Spieler verurteilt; die Berufung blieb erfolglos, das Urteil wurde am 13. April 2022 rechtskräftig. Beim Oberlandesgericht Linz ist seit einem Verfahren aus 2011 eine Klage gegen bet-at-home anhängig, in der ein Spieler rund 950.000 Euro aus Online-Roulette-Verlusten zurückfordert. Der Oberste Gerichtshof hat die Sache mehrfach an die erste Instanz zurückverwiesen; das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Diese Entscheidungen sind keine Einzelfälle mehr. Wer in Österreich auf einer ausländischen Seite spielt, spielt mit dem Wissen, dass ein österreichisches Gericht den Vertrag mit hoher Wahrscheinlichkeit für nichtig halten wird.
Werbung für nicht konzessionierte Angebote
Nach § 56 GSpG muss die Werbung konzessionierter Anbieter einem verantwortungsvollen Maßstab genügen. Für nicht konzessionierte Angebote gilt ein Werbeverbot. Wer in Österreich mit Pop-ups, Affiliate-Links oder Bonus-Mails für Anbieter ohne österreichische Konzession wirbt, bewegt sich außerhalb dessen, was das GSpG erlaubt.
Spielerschutz und Selbstsperre: was die konzessionierte Seite leistet
Pflichtlimite und Spielpause bei Win2day
Anders als in einigen anderen europäischen Märkten schreibt das GSpG keine festen Einsatz- oder Einzahlungslimits für Online-Glücksspiel vor. Die Limits werden vom konzessionierten Anbieter festgelegt. Win2day verlangt vor Spielbeginn die Festlegung eines Einzahlungslimits und eines täglichen Spielzeitlimits. Wer diese Limits erreicht, kann nicht weiter einzahlen oder spielen, bis die Frist abläuft oder das Limit aktiv angepasst wird. Die Anpassung nach unten tritt sofort in Kraft, eine Anhebung erst nach einer Schutzfrist.
Selbstsperre über das Win2day-Konto
Spieler können sich über das eigene Konto selbst sperren lassen. Die Selbstsperre wird für einen vom Spieler gewählten Zeitraum aktiviert; während dieser Zeit ist keine Anmeldung möglich, und das Konto wird nicht für Werbung oder Bonusangebote angeschrieben. Eine Aufhebung der Selbstsperre vor Ablauf der Frist ist nicht vorgesehen – wer sich sperrt, bleibt gesperrt, bis die gewählte Frist endet.
Beratung durch die Spielsuchthilfe
Die österreichische Spielsuchthilfe ist unter der Telefonnummer (01) 544 13 57 erreichbar, Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 13.00 Uhr. Persönliche Termine sind Montag bis Samstag zwischen 8.00 und 20.00 Uhr möglich. Die Beratung ist anonym und kostenlos. Sie richtet sich an Spieler ebenso wie an Angehörige. Wer merkt, dass das Spiel zur Belastung wird, muss dazu nicht erst eine Selbstsperre auslösen – die Beratung kann bereits vorher Kontakt aufnehmen.
Stabsstelle für Spielerschutz im BMF
Die Stabsstelle für Spielerschutz ist im Bundesministerium für Finanzen eingerichtet, gestützt auf § 1 Abs. 4 GSpG. Sie ist Anlaufstelle für strukturelle Fragen und für Hinweise auf Anbieter, die ohne Konzession in Österreich aktiv sind. Wer beobachtet, dass ein Anbieter österreichische Spieler wirbt, ohne über die Konzession zu verfügen, kann das dort melden.
Identitätsprüfung und Wohnsitz
Win2day verlangt bei der Registrierung die Identitätsprüfung nach österreichischem Recht. Das bedeutet, dass der Führerschein allein für die Verifizierung in der Regel nicht ausreicht, wenn kein Lichtbildausweis mit Wohnsitz vorgelegt wird; Reisepass oder Personalausweis werden üblicherweise verlangt. Anonym spielen ist auf der konzessionierten Seite nicht möglich. Das ist kein Bonus, sondern die Bedingung dafür, dass die Seite überhaupt Konzession spielen darf.
Was der Spielerschutz bei einem nicht konzessionierten Anbieter bedeutet
Bei einem nicht konzessionierten Anbieter greift weder die Selbstsperre über das österreichische System noch die Stabsstelle beim BMF. Der Anbieter kann ein eigenes Sperrsystem anbieten, ist aber nicht verpflichtet, die österreichischen Standards einzuhalten. Wer auf einer solchen Seite spielt, ist auf die Kulanz des Anbieters angewiesen.
Krypto und Anonymität: warum beides in Österreich ausscheidet
Keine Krypto-Einzahlung bei Win2day
Win2day nimmt Zahlungen in Euro entgegen, über Bankkonto, eps-Überweisung, Bankkarten, E-Wallets und Paysafecard. Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum werden nicht akzeptiert. Wer mit Krypto einzahlt, hat auf der konzessionierten Seite keine Möglichkeit dazu.
Keine anonyme Registrierung
Die Identitätsprüfung bei der Registrierung schließt anonymes Spielen aus. Wer einen Account bei Win2day anlegt, hinterlässt Name, Geburtsdatum, Adresse und eine verifizierte Zahlungsquelle. Das ist die Bedingung dafür, dass die Seite in Österreich Konzession spielen darf. Auf nicht konzessionierten Seiten ist die Identitätsprüfung weniger streng, oft reicht eine E-Mail-Adresse und ein Pseudonym. Die Frage ist nur, ob der Spieler auf den Schutz, der mit der Verifizierung käme, überhaupt zugreifen kann.
Warum „ohne Ausweis“ kein Vorteil ist
Die Idee, ohne Ausweis zu spielen, klingt nach Bequemlichkeit. In der Praxis ist das aber genau das Profil, das die OGH-Rechtsprechung als nichtig einstuft. Wer auf einer Seite ohne Ausweis spielt, spielt mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem nicht konzessionierten Anbieter und hat im Streitfall die Beweislast dafür, dass er überhaupt eingezahlt hat. Die Verifizierung, die bei Win2day als Aufwand erscheint, ist gleichzeitig der Beweis, mit dem der Spieler im Streitfall seine Einlage belegen kann.
Was bei der Ausweis-Speicherung passiert
Die bei der Verifizierung gespeicherten Daten werden nach den Vorgaben der DSGVO und des GSpG verarbeitet. Sie dienen der Identitätsfeststellung, der Geldwäscheprävention und der Spielsuchtfrüherkennung. Eine Weitergabe an Werbenetzwerke ist nicht zulässig.
Zahlungen und Auszahlungsgeschwindigkeit: was bei Win2day anders läuft
Akzeptierte Zahlungsmittel
Win2day akzeptiert Banküberweisung, eps-Überweisung, Bankkarten (Visa, Mastercard), E-Wallets und Paysafecard. Die Paysafecard wird über österreichische Verkaufsstellen ausgegeben; eine Online-Einzahlung ohne Code ist nicht möglich. Wer mit dem Handy bezahlen will, kann das über die jeweilige App der E-Wallet-Anbieter; eine direkte Handyzahlung über die Mobilfunkrechnung bietet Win2day nicht an.
Auszahlungswege und Bearbeitungsdauer
Auszahlungen erfolgen auf das bei der Registrierung angegebene Bankkonto oder E-Wallet. Die Bearbeitungsdauer hängt vom gewählten Weg ab: E-Wallet-Auszahlungen werden oft innerhalb von 24 Stunden freigegeben, Banküberweisungen können zwei bis drei Werktage dauern. Bei der ersten Auszahlung verlangt Win2day in der Regel eine erneute Identitätsprüfung – das ist die Bedingung, unter der die Seite überhaupt auszahlen darf.
PayPal und warum es in Österreich eine Sonderrolle spielt
PayPal wird auf vielen internationalen Casino-Seiten als Zahlungsmittel akzeptiert, in Österreich ist die Verfügbarkeit eingeschränkt. Die österreichische PayPal-Politik schließt bestimmte Glücksspieltransaktionen aus, weshalb nicht alle in Malta lizenzierten Anbieter, die PayPal international anbieten, es österreichischen Kunden anbieten. Wer in Österreich mit PayPal einzahlen will, sollte vor der Registrierung prüfen, ob die Seite diese Option für österreichische Konten freischaltet.
Limits, die das Tempo bestimmen
Die Geschwindigkeit einer Auszahlung hängt nicht nur vom Anbieter ab, sondern auch vom festgelegten Auszahlungslimit. Wer ein Wochenlimit von 200 Euro gesetzt hat, kann in einer Woche nur 200 Euro auszahlen lassen, unabhängig davon, wie viel auf dem Konto liegt. Diese Limits schützen den Spieler, kosten aber Zeit.
Was im Streitfall mit dem Geld passiert
Liegt ein Streitfall vor, etwa eine fehlerhafte Auszahlung oder eine stornierte Transaktion, läuft die Klärung über den Win2day-Support. Bei nicht konzessionierten Seiten gibt es diese Anlaufstelle in der österreichischen Rechtsordnung nicht. Der Spieler muss sich direkt an den Anbieter wenden – und wenn der nicht antwortet, bleibt nur der Weg vor ein österreichisches Gericht.
Boni und Freispiele: was die Werbung verschweigt
Werbung in Österreich: der verantwortungsvolle Maßstab
§ 56 GSpG schreibt vor, dass Werbung für konzessionierte Angebote einem verantwortungsvollen Maßstab genügen muss. Es gibt keinen numerischen Bonuscap im Gesetz. Konkret bedeutet das: Win2day darf Boni anbieten, muss sie aber so gestalten, dass sie nicht zur Spielsucht beitragen. Was darunter fällt, ist eine Einzelfrage; in der Praxis zeigt sich das an Bonusbedingungen, die nicht nur das Werbeversprechen, sondern auch dessen Aufwand transparent machen.
Was Bonus auf der konzessionierten Seite konkret heißt
Win2day bewirbt Neukundenangebote in der Regel als „Willkommensbonus“ mit einer prozentualen Aufstockung der ersten Einzahlung und einer Frist, in der der Bonus umgesetzt werden muss. Wer das Angebot annimmt, akzeptiert die damit verbundenen Umsatzbedingungen. Ein Bonus von 100 Prozent bis 200 Euro mit 30-fachem Umsatz bedeutet: Wer 200 Euro einzahlt und 200 Euro Bonus erhält, muss 12.000 Euro Umsatz auf Spielautomaten erzeugen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ohne diese Rechnung im Kopf verschiebt sich der Wert des Bonus.
Freispiele ohne Einzahlung: was sie wert sind
„Freispiele ohne Einzahlung“ klingt nach geschenktem Geld. In der Regel sind die Gewinne aus solchen Freispielen an Umsatzbedingungen gebunden, oft mit einem Maximalsauszahlungsbetrag. Wer 20 Freispiele ohne Einzahlung erhält und damit 50 Euro gewinnt, kann in vielen Fällen nur 20 oder 50 Euro tatsächlich auszahlen lassen, je nach Regelung. Der Werbewert übersteigt den tatsächlichen Auszahlungswert regelmäßig um ein Vielfaches.
Warum Boni auf nicht konzessionierten Seiten besonders riskant sind
Ein Bonus bei einem nicht konzessionierten Anbieter steht unter dem gleichen Schatten wie der Vertrag insgesamt: Im Streitfall kann der Spieler den Anbieter nicht zwingen, die Bonusbedingungen einzuhalten. Wer bei einem nicht zugelassenen Anbieter einen Bonus annimmt, läuft Gefahr, dass eine Auszahlung verweigert wird und er die Einlage zusätzlich zum Bonus verliert – ohne Möglichkeit, vor einem österreichischen Gericht erfolgreich zu klagen.
Der Unterschied zwischen Spielguthaben und Echtgeld
Viele Anbieter trennen zwischen Spielguthaben und Echtgeld-Guthaben. Ein Bonus erhöht das Spielguthaben, nicht das Echtgeld-Guthaben. Solange die Umsatzbedingungen nicht erfüllt sind, ist das Bonusgeld nicht auszahlbar. Wer denkt, er „hat“ 200 Euro, hat 200 Euro Spielguthaben, das an Bedingungen geknüpft ist.
Mobile Spielothek: App oder Browser
Win2day-App für iOS und Android
Win2day bietet eine mobile Anwendung für iOS und Android, die im jeweiligen Store geladen wird. Die App übernimmt die Spielauswahl, das Ein- und Auszahlen, die Limits und die Selbstsperre. Eine Web-Version ohne Installation ist ebenfalls verfügbar und funktioniert in modernen Browsern ohne Plugin.
Unterschied zwischen mobiler App und Browser
Die mobile App bietet Push-Benachrichtigungen für Bonusangebote, einen biometrischen Login per Fingerabdruck oder Face ID und einen etwas reduzierten Datenverkehr bei häufigem Wechsel zwischen Spielen. Der Browser-Zugang funktioniert auf jedem Gerät mit aktuellem Browser, ohne dass etwas installiert werden muss. Für Spieler, die nur gelegentlich spielen, reicht der Browser; wer häufig spielt, profitiert von der App.
Welche Spiele mobil verfügbar sind
Das Spielangebot auf der App entspricht dem Web-Angebot in voller Breite, mit Ausnahme weniger Titel, deren HTML5-Umsetzung in der App langsamer läuft. Live-Casino-Spiele laufen auf beiden Wegen, wobei die Bandbreite des Endgeräts entscheidend ist – auf einem älteren Smartphone kann ein Live-Tisch ruckeln.
Sicherheitsaspekte auf dem Endgerät
Die App ist gegen Manipulation geschützt; ein Gerätewechsel erfordert eine erneute Anmeldung, oft mit einer SMS-TAN. Wer die App auf einem gemeinsam genutzten Gerät installiert, sollte die biometrische Anmeldung nicht aktivieren – wer ein verlorenes Handy sperren will, kann das über den Win2day-Support tun, das Konto wird dann auch für die App gesperrt.
Spielauswahl und Anbieter: was eine Online-Spielothek in Österreich führt
Spielautomaten und ihre Geschichte in Deutschland und Österreich
Der Begriff „einarmiger Bandit“ stammt vom englischen „one-armed bandit“ und bezog sich ursprünglich auf den einzelnen Bedienhebel des Geräts – und darauf, dass es wie ein Dieb die Taschen der Spieler leerte. Die „Black Cat“ der Brüder Caille aus dem Jahr 1889 gilt in der deutschsprachigen Wikipedia als erster Geldspielautomat und trug bereits diesen Beinamen. Charles August Fey, ein aus Schwaben ausgewanderter Maschinenbauer, erfand 1899 in San Francisco die Liberty Bell mit einem Drei-Walzen-System; weil er die Erfindung nicht patentieren ließ, wurde sie zum Allgemeingut der Branche. Ab 1908 brachte Herbert Mills die „Operator Bell“ in Serienproduktion, die sich in Restaurants und Bars verbreitete.
In Deutschland und Österreich lief die Geschichte parallel: Die Leipziger Firma Jentzsch & Meerz produzierte in der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts erste deutschsprachige Geldspielautomaten, darunter den Fingerschlagautomaten „Bajazzo“ um 1910. In Berlin wurden in den 1920er-Jahren über 10.000 Spielautomaten betrieben.
Drei Phasen der Technik
Spielautomaten durchliefen drei technische Phasen: rein mechanisch, elektromechanisch, programmgesteuert mit Bildschirmen. Heutige Spielautomaten sind softwaregesteuerte Geräte mit Zufallsgeneratoren; die Auszahlungsquote (RTP) wird über PAR Sheets (Probability Account Reports Sheets) berechnet, die den Erwartungswert der Gewinne ermitteln. Das ist die Zahl, mit der Spielautomatenhersteller gegenüber Aufsichtsbehörden belegen, dass das Gerät langfristig nicht mehr auszahlt, als es einnimmt.
Das BAR-Symbol und die Kaugummi-Phase
Als Geldspielautomaten in vielen Ländern verboten wurden, wandelten Hersteller manche Geräte zu Kaugummiautomaten um: Bei übereinstimmenden Fruchtsymbolen gab es Kaugummi statt Geld, wobei jede Frucht eine Geschmacksrichtung anzeigte. Das bis heute verbreitete BAR-Symbol war ursprünglich das Firmenlogo des Kaugummiherstellers Bell-Fruit Company.
Heutige Hersteller in der DACH-Region
Zu den heute bekannten Herstellern von Spielautomaten zählen die Gauselmann-Gruppe, Novomatic mit der Tochter Löwen Entertainment sowie Bally Wulff. Diese Hersteller liefern sowohl für Spielhallen in Deutschland und Österreich als auch für Online-Plattformen; viele Spiele, die in heimischen Spielbanken zu finden sind, gibt es in digitaler Form auch online.
Auszahlungsquote und was sie bedeutet
Die Auszahlungsquote (RTP) gibt an, welcher Anteil der Einsätze langfristig an die Spieler zurückfließt. Ein RTP von 95 Prozent heißt, dass von 100 Euro Einsatz 95 Euro als Gewinne zurückgehen – die restlichen 5 Euro sind die Marge des Anbieters. Die Auszahlungsquote ist ein statistischer Durchschnitt über sehr viele Spins; für eine einzelne Spielsitzung sagt sie nichts aus.
Volatilität: was sie für den Spieler bedeutet
Die Volatilität eines Spiels beschreibt, wie stark die einzelnen Gewinne schwanken. Ein Spiel mit niedriger Volatilität zahlt oft kleine Beträge; ein Spiel mit hoher Volatilität zahlt selten, aber dann hohe Beträge. Wer ein knappes Budget hat, ist mit niedriger Volatilität besser bedient; wer mit einem großen Budget auf den großen Gewinn wartet, sucht hohe Volatilität.
Live-Tische und ihre Funktionsweise
Live-Casinospiele werden aus Studios mit echten Dealern gestreamt. Der Spieler setzt am Bildschirm, der Dealer führt das Spiel physisch vor der Kamera aus. Die Spielregeln sind dieselben wie in einem landbasierten Casino; der Unterschied liegt in der Reichweite: Ein Live-Tisch kann gleichzeitig von mehreren hundert Spielern bespielt werden.

Anbieter von Live-Spielen
Die führenden Anbieter von Live-Casino-Spielen sind Evolution Gaming und Playtech. Beide stellen Tische für Roulette, Blackjack, Baccarat und Game Shows bereit. Wer bei Win2day an einem Live-Tisch spielt, spielt in der Regel an Tischen eines dieser beiden Anbieter.
Funktionsweise der Zufallsgenerierung
Die Zufallsgeneratoren moderner Spielautomaten werden von unabhängigen Prüflaboren zertifiziert, etwa eCOGRA, GLI oder BMM Testlabs. Die Zertifizierung bestätigt, dass der Generator tatsächlich zufällig arbeitet und nicht zum Nachteil des Spielers manipuliert werden kann. Auf der konzessionierten Seite Win2day sind alle Spiele von Anbietern mit gültiger Zertifizierung; bei nicht konzessionierten Anbietern fehlt diese Überprüfung im österreichischen Rechtsrahmen.
Die besten Online-Spielotheken im Vergleich: was Österreichern bleibt
Was eine „beste“ Spielothek in Österreich überhaupt sein kann
Eine „beste“ Online-Spielothek in Österreich zu suchen, setzt voraus, dass es eine Auswahl gibt. Tatsächlich gibt es genau eine konzessionierte Seite, und alle anderen Marken, die einem in der Werbung begegnen, sind hier nicht zugelassen. Wer eine Liste der „besten zehn“ erwartet, bekommt auf einer seriösen Seite eine kürzere Antwort: eine konzessionierte und neun nicht konzessionierte, die man nicht empfehlen kann.
Der Vergleich im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt die Marken, die in Österreich sichtbar sind, mit ihrem Konzessionsstatus und den österreichischen Gerichtsentscheidungen, die sie betreffen. Die Spalte „Spielangebot“ bezieht sich auf Online-Casinospiele in Österreich.
| Marke | Status in Österreich | Österreichische Gerichtsakte | Spielangebot |
|---|---|---|---|
| Win2day | Konzession nach § 12a GSpG, läuft bis 30.09.2027 | – | Volles Online-Casino, Sportwetten, Lotterien |
| LeoVegas | Keine GSpG-Konzession; britische Lizenz (Konto 39198) | – | Online-Casino in AT nicht autorisiert |
| bwin | Keine GSpG-Konzession; Gibraltar-Lizenz | OGH 25.06.2021: 73.000 € zurück an Burgenländer Spielerin | Online-Casino in AT nicht autorisiert |
| Betway | Keine GSpG-Konzession; britische Lizenz (Konto 39372) | – | Online-Casino in AT nicht autorisiert |
| bet365 | Keine GSpG-Konzession; Gibraltar-Lizenz (RGL 76, 78, 129, 130) | – | Online-Casino in AT nicht autorisiert |
| Mr Green | Keine GSpG-Konzession | OGH-rechtskräftig seit 13.04.2022: Rückzahlung an AT-Spieler | Online-Casino in AT nicht autorisiert |
| Tipp3 | Sportwette-Marke der Österreichischen Lotterien, keine Online-Casino-Lizenz | – | Sportwetten lizenziert, Casino nur über Win2day |
| Tipico | Keine GSpG-Konzession; maltesische Gesellschaft | – | Online-Casino in AT nicht autorisiert |
| Lottoland | Keine GSpG-Konzession; Gibraltar-Lizenz (RGL 066, 085) | – | Online-Casino in AT nicht autorisiert |
| bet-at-home | Keine GSpG-Konzession | OLG Linz: Klage über 950.000 € aus 2011 anhängig | Online-Casino in AT nicht autorisiert |
Wie man die Tabelle liest
Die Spalte „Status in Österreich“ zeigt für jede Marke, ob sie eine GSpG-Konzession hat oder nicht. Eine Lizenz im Heimatland – Malta, Großbritannien, Gibraltar – steht in der Spalte daneben, getrennt von der österreichischen Konzession. Das ist die einzige Information, die für die Frage zählt, ob das Spiel in Österreich erlaubt ist.
Die Spalte „Österreichische Gerichtsakte“ zeigt Verfahren und Entscheidungen, die es in Österreich zu dieser Marke gibt. Ein leerer Eintrag bedeutet nicht, dass es keine Verfahren gibt, sondern dass research keine gefunden hat. Eine ausländische Lizenz schützt nicht vor einer österreichischen Klage – die OGH-Rechtsprechung macht das deutlich.
Worauf die Auswahl hinausläuft
Wer in Österreich legal spielen will, hat genau eine Adresse. Win2day nimmt Einzahlungen entgegen, zahlt aus, unterliegt dem österreichischen Spielerschutz und liefert im Streitfall einen Ansprechpartner im Inland. Wer aus Gewohnheit bei einer internationalen Marke spielt, sollte wissen, dass diese Spielgewohnheit in Österreich rechtlich auf tönernen Füßen steht – und im Verlustfall die Möglichkeit besteht, das Geld zurückzufordern, was gleichzeitig die Unsicherheit des Spiels erhöht.
Die konzessionierte Seite: Win2day im Detail
Konzession und Betreiber
Win2day wird von der Österreichischen Lotterien Gesellschaft m.b.H. betrieben, mit Sitz am Rennweg 44 in 1038 Wien. Die Konzession für elektronische Lotterien nach § 12a GSpG ist die einzige in Österreich für Online-Glücksspiel vergebene und läuft bis zum 30. September 2027. Bis zu diesem Datum ist Win2day die einzige legal zugängliche Online-Spielothek in Österreich.
Angebot und Spielauswahl
Das Angebot umfasst Spielautomaten, Tischspiele in digitaler Form und Live-Casino-Tische. Dazu kommen Sportwetten und Lotterien. Die Spielautomaten stammen unter anderem von Novomatic, deren Spiel „Book of Ra“ zu den bekanntesten Titeln im deutschsprachigen Raum zählt, sowie von weiteren Herstellern mit gültiger Zertifizierung. Die Auszahlungsquoten der Spiele werden im Spielportfolio ausgewiesen.
Limits, Pflichten und Spielerschutz
Vor dem ersten Spiel setzt der Spieler ein Einzahlungslimit und ein tägliches Spielzeitlimit. Diese Limits sind verbindlich; sie können gesenkt, eine Erhöhung aber erst nach einer Schutzfrist wirksam werden. Wer unter 26 Jahre alt ist, untersteht strengeren Wochenlimits als volljährige Spieler. Die Selbstsperre ist frei wählbar; eine vorzeitige Aufhebung ist nicht möglich.
Auszahlungswege
Win2day zahlt auf das registrierte Bankkonto oder die registrierte E-Wallet aus. Bei der ersten Auszahlung ist eine erneute Identitätsprüfung erforderlich. Danach laufen Auszahlungen ohne weitere Verzögerung, sofern keine ungewöhnlichen Transaktionen vorliegen.
Einsatzlimits als Kostenfaktor
Was Win2day den Spieler kostet, sind nicht die Spieleinsätze, sondern die Limits, die das eigene Spiel begrenzen. Wer ein wöchentliches Einzahlungslimit von 50 Euro setzt, gibt die Möglichkeit auf, an einem Tag 200 Euro zu setzen – selbst wenn das Konto technisch mehr zulassen würde. Das ist der Preis des konzessionierten Spiels, und er ist gleichzeitig der Preis dafür, dass das GSpG überhaupt gilt.
Verdict
Win2day ist die einzige Wahl für österreichische Spieler, die im Inland konzessioniert spielen wollen. Die Limits kosten Flexibilität; der Preis dafür ist, dass Verträge wirksam sind und Gewinne ausgezahlt werden. Wer mehr Auswahl, höhere Limits oder andere Zahlungswege sucht, hat in Österreich keine legale Adresse.
Die nicht konzessionierten Marken im Überblick
LeoVegas
LeoVegas Gaming PLC, mit Sitz in Sliema, Malta, hält bei der britischen Gambling Commission unter der Kontonummer 39198 aktive Lizenzen für Casino, Bingo und General Betting Standard. In Österreich hat LeoVegas keine GSpG-Konzession; Online-Casinospiele, die das Unternehmen österreichischen Spielern anbietet, sind hier nicht zugelassen. Research hat keinen konkreten österreichischen Gerichtsakt zu LeoVegas gefunden; das ändert nichts am rechtlichen Status.
bwin
bwin wird über die Marke ElectraWorks betrieben, mit Sitz in Gibraltar. Im Verfahren vor dem OGH vom 25. Juni 2021 erhielt eine Frau aus dem Burgenland rund 73.000 Euro Spielverluste zurück, weil der Vertrag mit ElectraWorks mangels österreichischer Konzession nichtig war. Die Entscheidung steht im Einklang mit der Linie, dass jeder Vertrag mit einem nicht konzessionierten Anbieter in Österreich unwirksam ist.
Betway
Betway Limited, mit Sitz in Gzira, Malta, hält bei der britischen Gambling Commission unter der Kontonummer 39372 aktive Lizenzen für Casino und General Betting Standard. Für Österreich gilt dasselbe: ohne GSpG-Konzession sind die über Betway angebotenen Online-Casinospiele in Österreich nicht zugelassen. Dass aktuell kein österreichischer Gerichtsakt vorliegt, schützt den Anbieter jedoch nicht vor künftigen Klagen bei fehlender GSpG-Konzession.
bet365
bet365 wird von Hillside (Gibraltar) Ltd betrieben, mit Sitz an der Waterport Avenue in Gibraltar. Das Unternehmen hält die Remote-Lizenzen RGL Nr. 76, 78, 129 und 130, die unter anderem bet365 Casino und bet365 Sports abdecken. In Österreich fehlt die GSpG-Konzession; Online-Casinospiele sind hier nicht zugelassen. Hier sind bisher keine österreichischen Gerichtsverfahren gegen den Betreiber aktenkundig.
Mr Green
Mr Green wurde Ende 2021 in Österreich zur Rückzahlung der verlorenen Einsätze an einen im Inland wohnhaften Spieler verurteilt. Die Berufung blieb erfolglos, das Urteil wurde am 13. April 2022 rechtskräftig. Der Fall zeigt, dass die OGH-Rechtsprechung nicht nur theoretisch besteht, sondern in der Praxis durchgesetzt wird.
Tipp3
Tipp3 wird von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. betrieben, mit Sitz am Rennweg 44 in 1038 Wien, eingetragen im Firmenbuch beim Handelsgericht Wien unter FN 196645i. Tipp3 ist eine Sportwette-Marke der Österreichischen Lotterien-Gruppe; Online-Casinospiele werden bei Tipp3 nicht angeboten, sondern laufen über das Schwesterportal Win2day. Wer Tipp3 kennt und Casinospiele erwartet, ist auf der falschen Adresse – der Markenkern ist Sport.
Tipico
Tipico Group Ltd. ist eine Gesellschaft maltesischen Rechts mit Sitz im Tipico Tower, St. Julian’s, Malta, eingetragen bei der Malta Business Registry unter der Nummer C75334. In Österreich hat Tipico keine GSpG-Konzession; Online-Casinospiele, die das Unternehmen österreichischen Spielern anbietet, sind hier nicht zugelassen. Research hat keinen österreichischen Gerichtsakt gefunden.
Lottoland
Lottoland wird von EU Lotto Ltd betrieben, mit Sitz am Ocean Village Promenade in Gibraltar. Das Unternehmen hält die Lizenzen Betting RGL Nr. 066 und Gaming RGL Nr. 085, die auch die Marken Lottohelden und Sorte Online abdecken. In Österreich fehlt die GSpG-Konzession; Online-Casinospiele sind hier nicht zugelassen. Ein vergleichbarer Gerichtsfall ist in Österreich bisher nicht dokumentiert.
bet-at-home
Im Verfahren vor dem Oberlandesgericht Linz klagt ein Spieler gegen bet-at-home auf Rückzahlung von rund 950.000 Euro aus Online-Roulette-Verlusten; das Verfahren wurde 2011 eingeleitet und ist noch nicht abgeschlossen. Der Oberste Gerichtshof hat die Sache mehrfach an die erste Instanz zurückverwiesen. Der Fall illustriert, wie lange sich Verfahren ziehen können, wenn ein Anbieter Berufung einlegt – und gleichzeitig, dass die österreichische Gerichtsbarkeit bereit ist, in solchen Verfahren zu entscheiden.
Was Spieler mit Verlusten bei nicht konzessionierten Anbietern tun können
Wer überhaupt klagen kann
Wer bei einem nicht konzessionierten Anbieter gespielt und Geld verloren hat, kann die Rückzahlung der Verluste einklagen. Der Anspruch ergibt sich aus der Nichtigkeit des Vertrags nach § 879 ABGB in Verbindung mit dem GSpG. Die Klage richtet sich gegen den Anbieter; ob dieser greifbar ist, hängt davon ab, wo er seinen Sitz hat und ob er in Österreich Vermögen hat.
Wo geklagt wird
Für Klagen gegen Anbieter mit Sitz in einem anderen EU-Land sind die österreichischen Gerichte zuständig, wenn der Spieler seinen Wohnsitz in Österreich hat. Das hat der Europäische Gerichtshof mit der Entscheidung in der Rechtssache C-77/24 (Wunner) vom 15. Januar 2026 bestätigt. Wer nach Wien, Graz oder Salzburg zieht, behält seinen Anspruch.
Die Schritte einer Klage
Zuerst wird der Anbieter schriftlich zur Rückzahlung aufgefordert, in der Regel mit Frist von 14 Tagen. Antwortet der Anbieter nicht oder verweigert er die Rückzahlung, wird beim zuständigen Bezirksgericht Klage eingereicht. Bei Streitwerten über 15.000 Euro ist das Landesgericht zuständig. Das Verfahren kann ein bis zwei Jahre dauern; bei Berufung vor dem OLG oder OGH auch länger. Wer eine schnelle Lösung sucht, braucht einen Anbieter, der freiwillig zahlt – und das tun nicht konzessionierte Anbieter selten.
Beweislage
Der Spieler muss nachweisen, dass er eingezahlt und verloren hat. Kontoauszüge, E-Mail-Verläufe und Screenshots der Spieloberfläche sind die typischen Beweismittel. Wer mit Paysafecard oder Krypto eingezahlt hat, hat es schwerer; bei Banküberweisung oder Kreditkarte ist der Zahlungsweg eindeutig dokumentiert.
Kosten und Risiko
Das Prozesskostenrisiko hängt vom Streitwert ab. Bei 50.000 Euro Streitwert fallen im ersten Instanzbetrieb Gerichts- und Anwaltskosten in Höhe mehrerer tausend Euro an; verliert der Kläger, trägt er die Kosten des Anbieters teilweise mit. Eine Rechtsschutzversicherung deckt solche Verfahren in der Regel ab, wenn die Police Vertragsstreitigkeiten einschließt. Wer keinen Versicherungsschutz hat, sollte vor einer Klage die Erfolgsaussichten mit einem Anwalt besprechen.
Vergleich zu einer außergerichtlichen Lösung
Ein außergerichtlicher Vergleich ist möglich, wenn der Anbieter Interesse an einer schnellen Beendigung hat. In der Praxis zahlen Anbieter eher, wenn sie Image-Risiken fürchten – etwa in einem Verfahren, das mediale Aufmerksamkeit bekommt. Wer den Anbieter direkt kontaktiert und auf die OGH-Rechtsprechung verweist, hat bessere Karten, als wer ohne Ankündigung klagt.
Kostenrechnung: was Win2day-Limits für den Spieler bedeuten
Unter-26-Limit und Standardlimit
Die von Win2day geforderten Limits gelten für alle volljährigen Nutzer, mit strengeren Regeln für Spieler unter 26 Jahren. Das wöchentliche Einzahlungslimit für unter-26-Jährige ist deutlich niedriger als das monatliche Standardlimit für ältere Spieler. Wer unter 26 ist und das Standardlimit nutzen will, kann das nicht – das Limit gilt automatisch.
Bandbreite der Kosten
Aus den beiden Limits ergibt sich eine Bandbreite dessen, was ein Spieler bei Win2day pro Woche oder Monat maximal einzahlen kann. Wer unter 26 ist, liegt am unteren Ende dieser Bandbreite; volljährige Spieler können das Standardlimit wählen, das erheblich höher liegt. Das ist die Spanne, die das eigene Spiel kosten kann – nicht was es real kostet, denn nicht jeder Spieler zahlt das Maximum ein. Die Bandbreite beschreibt den Raum, in dem sich das eigene Spiel bewegt, sofern der Spieler das Limit ausschöpft.
Auszahlungsseite
Die Auszahlungslimits können vom Spieler selbst gesetzt werden, oft als Tages- oder Wochenlimit. Eine hohe Auszahlung wird durch das eigene Auszahlungslimit nicht behindert, wenn das Limit oberhalb der Auszahlung liegt. Wer ein Auszahlungslimit von 500 Euro pro Woche hat und 2.000 Euro auszahlen lassen will, muss entweder warten oder das Limit vor der Auszahlung anheben – was bei Win2day mit einer Schutzfrist verbunden ist.
Kosten durch Selbstsperre
Die Selbstsperre selbst kostet kein Geld, aber sie kostet Zeit. Wer sich selbst sperrt, kann in der gewählten Frist nicht spielen. Wer die Frist zu kurz wählt, sperrt sich möglicherweise ohne den gewünschten Effekt; wer sie zu lang wählt, verliert unter Umständen ein Konto, das während der Sperrzeit nicht zurückgewonnen werden kann.
Vergleich zu den Kosten bei nicht konzessionierten Anbietern
Bei einem nicht konzessionierten Anbieter gibt es keine österreichischen Limits; der Spieler kann beliebig einzahlen, sofern der Anbieter es zulässt. Das klingt nach Freiheit, ist aber gleichzeitig der Grund, warum solche Anbieter in Österreich nicht zugelassen sind. Die Limits sind der Preis der Konzession – und sie sind der Preis, den der Spieler für die Wirksamkeit seines Vertrags zahlt.
Der tatsächliche Preis des Spielens
Was das Spielen wirklich kostet, ist nicht die Einzahlung, sondern die Differenz zwischen Einzahlung und Auszahlung. Bei einem Spielautomaten mit 95 Prozent RTP verliert der Spieler auf 100 Euro Einsatz statistisch 5 Euro. Wer 1.000 Euro im Monat einsetzt, verliert im Durchschnitt 50 Euro – und nur, wenn er das gesamte Geld umsetzt. Wer 200 Euro pro Monat setzt und dann aufhört, verliert 10 Euro. Das ist der Preis, den jeder Spielautomat kostet, unabhängig von der Lizenz.
Überblick: was eine Online-Spielothek in Österreich ist
Definition und Funktionsweise
Eine Online-Spielothek ist die digitale Form einer Spielhalle: Spieler registrieren sich auf einer Plattform, zahlen Geld ein und spielen Spielautomaten, Tischspiele oder Live-Casino-Spiele über das Internet. Die Auszahlung erfolgt auf das registrierte Bankkonto oder die E-Wallet. In Österreich sind diese Angebote nach dem GSpG als elektronische Lotterien klassifiziert und konzessionspflichtig.
Warum die Funktionsweise hier entscheidend ist
Die Funktionsweise einer Online-Spielothek ist in Österreich nicht beliebig; sie ist an die Konzession gebunden. Identitätsprüfung, Limits, Spielerschutz und Auszahlungspflicht sind keine freiwilligen Serviceleistungen, sondern Voraussetzungen dafür, dass die Seite überhaupt Konzession spielen darf. Wer diese Mechanismen versteht, versteht, warum die Liste der „besten Spielotheken“ in Österreich kürzer ausfällt als in anderen Märkten.
Das eine Spielangebot in Österreich
Wer in Österreich Online-Casino spielen will, spielt bei Win2day. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Beschreibung der Marktsituation. Wer eine andere Marke sucht, sucht etwas, das es hier in dieser Form nicht gibt.
Der Verlustschutz durch das OGH-Urteil
Die OGH-Rechtsprechung aus 2021 und die nachfolgenden Entscheidungen haben eine Schutzfunktion, die im Ausland fehlt: Wer bei einem nicht konzessionierten Anbieter verliert, kann das Geld zurückfordern. Das ist kein Werbeversprechen, sondern eine mehrfach bestätigte gerichtliche Praxis. Wer das weiß, wägt die Werbeversprechen der internationalen Anbieter anders.
Der Faktor Zeit
Eine Reform des Glücksspielgesetzes ist in Notifizierung; sie könnte ab dem 1. Oktober 2027 mehrere Lizenzen ermöglichen. Bis dahin bleibt das Monopol. Wer plant, sollte diese Frist im Auge behalten – sie entscheidet, ob die Landschaft in Österreich sich verändert oder ob sie bleibt, wie sie ist.
Häufig gestellte Fragen
Wie gewinnt man in der Spielothek?
Gewinnen in einer Spielothek ist ein statistisches Ereignis, kein planbarer Vorgang. Jeder Einsatz hat die gleiche Wahrscheinlichkeit, unabhängig davon, was vorher passiert ist. Wer spielt, sollte mit dem Geld rechnen, das er einsetzt – nicht mit einem Gewinn, den er plant. Spielautomaten haben eine Auszahlungsquote (RTP), die langfristig unter 100 Prozent liegt; der Anbieter hat einen mathematischen Vorteil, der sich über viele Spins realisiert.
Kann man mit Führerschein in die Spielothek?
Der Führerschein ist ein amtlicher Lichtbildausweis, aber für die Identitätsprüfung in einer konzessionierten Online-Spielothek in Österreich wird in der Regel ein Reisepass oder ein Personalausweis verlangt. Für den Zutritt zu einer landbasierten Spielhalle gelten andere Regeln; das hängt vom jeweiligen Bundesland und der Spielstätte ab. In jedem Fall ist das Mindestalter 18 Jahre.
Wie kann man sich entsperren lassen Spielothek?
Eine Selbstsperre bei Win2day läuft für den vom Spieler gewählten Zeitraum und kann nicht vor Ablauf aufgehoben werden. Wer sich für sechs Monate gesperrt hat, bleibt sechs Monate gesperrt. Eine vorzeitige Aufhebung ist nicht möglich, auch nicht durch den Kundensupport. Wer unsicher ist, wie lange die Sperre laufen soll, sollte eine längere Frist wählen – eine Verlängerung geht, eine Verkürzung nicht.
Ist „beste Online-Spielothek Casinos Österreich“ in Österreich legal?
Die Suche nach der „besten Online-Spielothek“ führt in Österreich zu einer konzessionierten Adresse: Win2day. Andere Online-Casinos, gleich welcher Lizenz, sind in Österreich für Online-Casinospiele nicht zugelassen. Wer auf einer anderen Seite spielt, schließt einen Vertrag, der nach österreichischem Recht nichtig ist – mit der Konsequenz, dass Verluste zurückgefordert werden können.
Welcher Anbieter hat in Österreich eine Konzession für Online-Glücksspiel?
Die Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. hält die Konzession für elektronische Lotterien nach § 12a GSpG und betreibt darüber Win2day. Die Konzession läuft bis zum 30. September 2027. Eine Novelle des Glücksspielgesetzes ist in Notifizierung und könnte ab Oktober 2027 weitere Lizenzen ermöglichen, ist aber bislang nicht in Kraft.
Kann man Verluste bei einem Online-Casino ohne österreichische Konzession zurückfordern?
Ja. Der Oberste Gerichtshof hat in zwei Entscheidungen aus dem Juni 2021 festgestellt, dass Spielverträge mit nicht konzessionierten Online-Anbietern nichtig sind, und Spielern ihre Verluste zugesprochen. Die Klage richtet sich gegen den Anbieter; sie kann vor dem österreichischen Gericht des Wohnsitzes des Spielers geführt werden. Voraussetzung ist, dass der Spieler nachweisen kann, dass er eingezahlt und verloren hat.
Erstellt von der Redaktion von „Casino Kleinbetrag Hub”.
